Rumer

Rumer - Slow (Cover)

Rumer - Am I forgiven?
Rumer - Aretha
Geburt in Pakistan
Rumer, die mit bürgerlichem Namen Sarah Joyce heißt, wurde 1979 in Pakistan geboren, wo so auch die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte. Ihre Eltern stammen aus Großbritannien und ihr Vater war als Ingenieur an verschiedenen Stationen auf der Welt tätig – und zu der Zeit „zufällig“ in Pakistan. Als jüngstes von sieben Kindern wuchs sie in einer moderat religiösen und vor allem sehr musikalischen Familie auf. So bekam sie auch ihre erste Gitarre von ihrem Bruder Rob. Auf dieser Gitarre hat sie sich nicht nur das Spielen selbst beigebracht, sondern später auch alle Lieder ihres Debut-Albums „Season of my Soul“ selbst komponiert.
Kulturschock in England
Als ihre Familie wenige Jahre nach Rumers Geburt nach England zurückkehrte, erlebte Rumer einen kleinen Kulturschock, denn sie kannte bis dahin weder Fernsehen noch Tageszeitungen. So viel es ihr auch nicht ganz leicht, in der Schule Anschluss zu finden, und „flüchtete“ häufig, indem sie alte Spielfilme wie zum Beispiel mit Judy Garland ansah, die ihr zugleich wesentliche Inspiration für ihre musikalische Entwicklungen gaben. So sagt sie selbst, dass sich in ihren Songs traditionelle Folk-Elemente aus ihrer Zeit in Pakistan finden, die aber in starkem Maße mit den Elementen filmischer Musik verschmolzen sind. Dies lässt sich nicht zuletzt in den Liedern „Slow“ und „Come to me high“ leicht nachvollziehen.
Trennung der Eltern
Als Rumer elf war, haben sich ihre Eltern getrennt – und in diesem Zusammenhang hat sie auch erfahren, dass der Mann, den sie als ihren Vater bezeichnete, nicht ihr biologischer Vater war. Dies war der pakistanische Koch, den die Familie während ihrer Zeit in Pakistan beschäftigt hatte und mit dem die Mutter eine Affäre pflegte. Diese Trennung war für die gesamte Familie sehr schmerzhaft, doch Rumer betont immer wieder, wie souverän ihr Vater sich ihr gegenüber verhalten hat.
Schule und College
Nach der Trennung der Eltern wuchs Rumer bei ihrem Vater in Carlisle auf und verbrachte die Sommerferien bei ihrer Mutter in New Forest. Mit 16 verließ sie die Schule und tingelte durch’s Leben. Sie begann, am Art College in Devon zu studieren und wurde Mitglied in der Rockband La Honda. Als jedoch bei ihrer Mutter Brustkrebs festgestellt wurde, ging sie zurück nach New Forrest, um näher bei ihrer Mutter zu sein. Sie lebte dort in einem Wohnwagen, wo sie, wie sie selbst sagt, zu ihren Wurzeln zurückgefunden hat.
Tod der Mutter
2003 starb ihre Mutter und Rumer durchlief eine schwere Zeit, die musikalisch ihren Niederschlag in Songs wie „Healer“ fand. Sie kehrte zurück nach London und versuchte, wieder Fuß zu fassen. Sie nahm jeden Job an, den sie bekommen konnte, um eine Lebensgrundlage zu erzielen und sich Freiräume für ihre Musik zu schaffen. In dieser Zeit arbeitete Rumer unter anderem als Kellnerin, in einer Bar, als Zimmermädchen im Hotel, als Popcorn-Verkäuferin, Lehrerin und in einem Apple-Store, wo sie defekte iPods untersuchte…
Der Weg in die Musik-Branche
Gleichzeitig arbeitete sie an ihrer Musik und suchte alle möglichen Gelegenheiten, um auftreten zu können. Dabei wurde ihr der Eintritt in die Musik-Branche nicht gerade leicht gemacht. Über viele Jahre suchte sie immer wieder Kontakt zu Leuten aus der Branche und fand nur schwer einen fruchtbaren Zugang. Schließlich lief er doch das Glück über den Weg – und zwar in Person des Komponisten Steve Brown (u.a. It’s A Wunderful Live). Brown war im Gobden Club in Kensal Rise, um einen Auftritt seines Sohnes als Bassist in einer Band zu sehen, und lernte so zufällig Rumer kennen, die am selben Abend ebenfalls im Gobden Club auftrat. Brown erinnert sich, wie das schüchterne und nervöse Mädchen Rumer mit ihrer Gitarre auf die Bühne trat, und ihn nach 10 Sekunden mit ihrer Musik fasziniert hat. Und so wurde Brown schnell Rumers Produzent.
...und der Erfolg
Gleich ihre erste Single, Slow, verdiente sich die Anerkennung von eingefleischten Musik-Enthusiasten, doch der kommerzielle Erfolg ließ noch länger auf sich warten. Der Durchbruch begann erst 2010, als Rumer bereits 31 Jahre alt war. Und wie so oft begann er im Internet, wo immer mehr Musik-Fans auf Rumer aufmerksam wurden. So konnte sie dann im März einen Plattenvertrag mit Atlantic Records schließen und im Herbst ihr selbstkomponiertes Debut-Album „Seasons of my Soul“ rausbringen.
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Rumer alias Sarah Joyce

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Aretha, Slow, Long Long Day...
